#adventskalender

Schoko kann jeder! Die terzwerk-Redaktion versüßt euch an jedem Tag mit einem musikalischen Bonbon die Vorweihnachtszeit. Viel Freude beim Naschen!

eins

Schon seit Oktober stehen Schokoladennikoläuse in den Regalen und haben mich daran erinnert, dieses Jahr die Geschenke besonders früh besorgen zu wollen. Heute ist der 1. Dezember, viel Zeit bleibt nicht mehr. Aber es ist noch nicht zu spät, sich (nur ganz, ganz kurz!) diesem schönen Weihnachtsstress zu entziehen. Am besten mit meinem persönlichen Sommersoundtrack 2017 von der Tuareg-Band Tinariwen:

(geli)

drei

Der einzige Bezug, den „America“ von Foxygen zur Weihnachtszeit hat, ist die erste Zeile des Songs: „Merry Christmas from the pines“. Ansonsten wirkt der sechsminütige Titel vielmehr, als hätten die Musiker aus Kalifornien sich zehn verschiedene Musikrichtungen geschnappt, diese in einen Raum voller Musiker geworfen und dann gesagt: „Macht mal, Leute!“ Dadurch klingt der Titel unter anderem nach: David Bowie bei einem Zirkusbesuch, Mando Diao als Jazzmusiker und auch nach ein bisschen Drogenkonsum. Eine Livesession dieses Musikwerks möchte ich euch ans Herz legen. Auch wenn nicht jede Note sitzt – ein Hörerlebnis ist es auf alle Fälle!

(paul)

sechs

Die Ernsthaftigkeit des klassischen Konzertbetriebs gefiel dem dänisch-amerikanischen Pianisten Victor Borge nicht so.

(hpm)

acht

War Melancholie je so würdevoll? Dieser Satz aus einer Sonate für zwei „Chalumeaux“ von Telemann schmerzt und wärmt zugleich. Ein „Grave“, gespielt vom wundervollen Ensemble „Il giardino armonico“.

(thilo)

neun

Ich bin sicher nicht der Erste von dem ihr diesen Satz hört, aber: „Ich fühle mich noch gar nicht nach Weihnachten“. Das soll mich allerdings nicht davon abhalten, euch mit wundervoller Musik zu versorgen. Einer meiner absoluten Lieblingskünstler, David Bowie, ist bald schon seit 2 Jahren nicht mehr bei uns. Seine Musik hingegen ist unsterblich, insbesondere der Song „Heroes“, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert.

(felix)

elf

Loriot dirigiert in der Rolle des Klavierlieferanten die Berliner Philharmoniker und das Publikum soll nichts davon gewusst haben. Ein Klassiker!

(hpm)

dreizehn

Klezmer – eine aus dem Judentum stammende Volksmusiktradition. Martin Fröst – ein schwedischer Klarinettist, der vor allem für seine Fingerfertigkeit und sein schnelles staccato bekannt ist. Beides zusammen kann nur eine großartige Kombination ergeben. Gute Laune ist beim Zuhören garantiert, daher musste ich diesen „Klezmer Dance No. 2“ einfach mit Euch teilen.

(carla)

fünfzehn

„Musik zu hören, ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben“ – Mauricio Kagel

In Zeiten von Streaming-Diensten wie Spotify oder Apple Music wirkt dieses Zitat des argentinisch-deutschen Komponisten nicht mehr besonders aktuell. Allerdings kann für mich kein Unlimited-Flatrate-Schnickschnack der Welt das Gefühl ersetzen, das ich beim Auflegen einer Schallplatte verspüre, oder wenn ich im Konzerthaus meine Lieblingssymphonien hören darf. Manche Dinge sind einfach viel Geld wert – Musik ist sicherlich eines davon.

(felix)

siebzehn

Wie recht der gute Wolfgang hatte! In diesem Sinne einen wundervoll entspannten Adventssonntag.

Gar nichts erlebt. Auch schön.

Mozart, Tagebuch v. 13. Juli 1770!

(sbk)

zwei

„Klassische Musik ist ein Wert für sich, den kann man durch nichts aufwiegen. Auch wenn man sie nicht versteht, wird man doch durch sie berührt.“ – Paavo Järvi

Paavo Järvi ist ein gefragter Dirigent aus Estland und leitet unter anderem die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.
Dieses Zitat entspricht meiner Meinung nach komplett der Wahrheit. Manche Leute lassen sich von dem Begriff „Klassische Musik“ abschrecken und haben Angst, diese wäre zu komplex, um sie ohne Fachwissen zu verstehen. Doch das Verstehen ist nicht das, worauf es ankommt. Musik hat die Hauptaufgabe, Emotionen zu transportieren und den Hörer zu berühren.

(carla)

vier

Lux Aurumque (lat. goldenes Licht) von dem US-amerikanischen Komponisten Eric Whitacre gehört für mich zu den eindrucksvollsten a cappella Chorwerken der Gegenwart. Allein nur durch Gesang werden sphärische Klanggewebe erzeugt, die nicht nur auf den Hörer, sondern selbst auch auf den Chorsänger betörend wirken. Momente, in denen wir uns vom Alltagsstress entfernen können und entspannt in unser Inneres lauschen, sind besonders in der Vorweihnachtszeit rar. Lux Aurumque holt seelisch ab und ist für mich der Inbegriff von vorweihnachtlichem Glitzern, frei von Kommerzialisierung und Alltagsballast. Kerzenschein, paffendes Räuchermännchen und Lux Aurumque laden zur inneren Einkehr an einem Montagabend im Dezember ein.

(hanna)

fünf

„Send a postcard
from the Caribbean coast in your heart.
You’ve got the warmth to melt the poles.“

Immer daran denken bei Kälte, Nässe und Frieren!
Get Well Soon.

(reb)

sieben

Ein Advent ohne das Bach’sche Weihnachtsoratorium? Für mich auf jeden Fall nicht! Hier eine eher ungewöhnliche Version, aufgenommen in einer Leipziger WG.

(geli)

zehn

Einer der Klassiker zu Weihnachten: das Ballett „Schwanensee“ von Tschaikowski. Dazu kommt vielen wohl auch direkt das ausdrucksvolle Tanz-Solo aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns in den Kopf: der sterbende Schwan – hier in einer etwas anderen Interpretation.

(sarah)

zwölf

Normalerweise passiert es nur ganz selten, dass die Coverversion eines Stücks an das Original heranreicht oder dieses sogar verbessert. Ebenfalls tritt nicht oft der Fall ein, dass ein Gesangstitel ganz plötzlich auch ohne Gesang auskommt. Es scheint auch fast unmöglich, ein Streicherarrangement nur für Klavier und Vibraphon umzuschreiben.
Drei undenkbare Dinge, die von zwei Musikern mit einem Stück umgesetzt wurden. Viel Spaß mit dem Beatles-Song „Eleanor Rigby“ – in einer Jazzversion von Chick Corea und Gary Burton.

(paul)

vierzehn

„There Is No Rose of Such Virtue“ ist ein englischer Hymnus aus dem 15. Jahrhundert, dessen Text auf einem Ausschnitt aus dem Buch Jesaja basiert. Sting interpretiert ihn hier auf außergewöhnliche Weise mit Referenzen an die Musik des Nahen und Mittleren Ostens, wo die Weihnachtsgeschichte begann.
Ein Weihnachtslied – aber ganz anders.

(reb)

sechzehn

Eine selten gesehene Interpretation des Ungarischen Tanzes Nr. 5 von Johannes Brahms. Dirigiert von Herbert von Karamalz. (Otto Waalkes!)

(hpm)

Foto-Credits:

Hintergrundbild: anilmohabir / flickr.com / CC-BY-SA-2.0