Prism is it.

Farben im Kopf! Synästhesie, Vermischung der Sinne, nennt man die Fähigkeit, einen Eindruck mit mehreren Sinnen gleichzeitig wahrzunehmen. Manche Synästhetiker können Farben hören – ein Schumann-Impromptu zum Beispiel in hellgelb. Was nach ominösen Superkräften à la Spiderman klingt, ist bei vielen Synästhetikern eine angeborene Fähigkeit, die rein gar nichts mit Magie zu tun hat. Anders ist das im Concerto grosso No. 2 von Georg Friedrich Haas. Für diese Musik muss man kein Synästhetiker sein. Farben hört man trotzdem: Der Österreicher beschäftigt sich in seinen Werken mit Klangfarben. Behutsam dreht und wendet er seine Klänge, zeigt sie dem Zuhörer von allen Seiten. Und wenn man irgendwann so ein blaues Gefühl im Magen hat, ist es auf einmal vielleicht doch Magie…

Ein Beitrag von Myriam Rosenkränzer und Adele Jakumeit

Foto: Danny Nicholson

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