„Guten Mooorgen Straaawinsky!“

(c) Ursula Kaufmann/Stiftung Klavier-Festival Ruhr

Klassische Musik, vorgekaut zu Babybrei und in möglichst gut verdaulichen Happen. Einfach muss es sein. Und bloß nicht überfordern, denn man möchte die Kinderlein ja schließlich nicht verschrecken. Kindgerechte Musikvermittlung eben.

Es geht auch anders: Tobias Bleek leitet das Discovery – Project des Klavierfestivals Ruhr und sieht keinen Grund für vermeintlich kindgerechte Vereinfachung.

Auch Grundschulkinder können zu Boulez, Ligeti oder Strawinsky arbeiten, das haben die letzten Jahre bei uns gezeigt.

Die letzten Jahre, das sind gut ein Jahrzehnt Bildungsarbeit des Klavierfestivals Ruhr in Duisburg- Marxloh. Mittlerweile begleitet das Discovery – Project fünf Grund- und weiterführende Schulen. Ziemlich ungewohnt, wenn im Stundenplan neben Mathe und Sachkunde plötzlich Singen, Tanzen und kreative Workshops zu diesen ominösen Komponisten auftauchen. Nach einem Schuljahr in „Strawinskys Welt“ sind zögerliche Annäherungen passé. Aus ersten Berührungen mit klassischer Musik ist längst alltäglicher Umgang geworden.

Im Interview spricht Tobias Bleek über das inklusive Bildungsprojekt, die Problematik systematischer Unterforderung und davon, warum Musikvermittlung in jeder Sprache gleich klingt.

Die Ergebnisse des Projekts werden abschließend im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr präsentiert:

23. Juni „Strawinskys Welt“

10. Juli „Le Sacre du printemps in Duisburg- Marxloh“

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